Bereite das Material und das Briefing vor
Erstelle ein Projekt mit Material, das du bearbeiten und veröffentlichen darfst. Prüfe im Kampagnenbriefing die Vorgaben zu Dauer, Seitenverhältnis, Untertiteln, Logos und Ausgabeformat. Bewahre eine unveränderte Kopie der Quelle auf, damit du den Kontext erneut prüfen oder eine Passage wiederherstellen kannst.
Höre dir die gesamte Passage an, bevor du schneidest. Schreibe in einem Satz auf, was der Zuschauer verstehen soll. Wenn dieser Satz eine lange Erklärung benötigt, wähle eine andere Passage oder behalte genügend Kontext bei, damit der Clip für sich allein verständlich ist.
Erstelle zuerst den Schnitt und füge danach Effekte hinzu
Lege die ausgewählte Passage auf die Timeline. Kürze den Anfang so, dass das Thema schnell deutlich wird, behalte aber alle einschränkenden Formulierungen bei, die für die Genauigkeit erforderlich sind. Entferne Pausen nur, wenn die sprechende Person weiterhin natürlich klingt und die Bedeutung erhalten bleibt.
Prüfe das Ende ebenso sorgfältig wie den Einstieg. Ein Clip braucht eine Auflösung, Antwort oder einen vollständigen Gedanken und darf nicht willkürlich enden, nur weil eine Zieldauer erreicht ist. Spiele ihn ab, ohne auf die Timeline zu sehen, und achte auf fehlende Wörter oder abrupte Tonschnitte.
Passe das Bild für einen vertikalen Bildschirm an
Stelle ein 9:16-Format ein, wenn das Briefing dies verlangt. Positioniere das Bild so, dass das wichtige Motiv sichtbar bleibt. Wenn es sich bewegt, nutze die verfügbaren Werkzeuge zur Bildanpassung bewusst, statt durch einen zu engen Ausschnitt Teile der Handlung abzuschneiden.
Halte wichtigen Text von den Bildschirmrändern und den Bereichen fern, die gewöhnlich von Bedienelementen der Plattform belegt sind. Es gibt keine einzelne Platzierung, die für jede Oberfläche sicher ist. Prüfe die Vorschau für die vorgesehene Plattform. Ein zurückhaltender, gut lesbarer Bildausschnitt ist besser als ständige unnötige Zooms.
Korrigiere jeden Untertitel und prüfe den Ton
Wenn du automatische Untertitel verwendest, lies und korrigiere das vollständige Ergebnis. Namen, Fachbegriffe und Satzzeichen müssen häufig nachbearbeitet werden. Untertitel müssen den gesprochenen Worten entsprechen und dürfen Aussagen nicht übertreiben, um den Clip dramatischer wirken zu lassen.
Verwende ausreichenden Kontrast und eine überschaubare Textmenge pro Zeile. Höre den Clip über gewöhnliche Lautsprecher oder Kopfhörer ab, um zu prüfen, ob die Sprache klar ist und der Ton nicht verzerrt. Füge Musik nur hinzu, wenn die Rechte und Kampagnenregeln dies erlauben. Musik ist keine Voraussetzung für einen guten Clip.
Exportiere und prüfe anschließend die tatsächliche Datei
Verwende die im Briefing verlangte Auflösung, Bildrate und Dateispezifikation. Gehe nicht davon aus, dass eine höhere Exportauflösung niedrig aufgelöstes Ausgangsmaterial verbessert. Prüfe vor dem endgültigen Export, ob verwendete Funktionen oder Elemente ein Wasserzeichen einfügen oder einen kostenpflichtigen Tarif voraussetzen.
Sieh dir die exportierte Datei auf einem Smartphone vollständig vom Anfang bis zum Ende an. Achte auf abgeschnittene Untertitel, eingefrorene Bilder, fehlenden Ton und Veränderungen des Bildausschnitts. Speichere eine saubere Kopie und kennzeichne die Version, die du veröffentlichen möchtest. Veröffentliche Kampagnenmaterial erst, nachdem du die Teilnahme- und Annahmeregeln bestätigt hast.
Das Wichtigste für die Praxis
Mache die Idee verständlich, halte den Bildausschnitt gut lesbar, korrigiere die Untertitel und sieh dir vor der Veröffentlichung die exportierte Datei an.